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BLOG zu Versicherungs- und Finanzthemen (nicht nur) aus nachhaltiger Sicht

2020-05-06

Autobesitz in Corona-Zeiten - Kostenfalle zulasten der Altersvororge

Einige Berufsgruppen können sich in diesen Zeiten kaum vor Arbeit retten, anderen Beschäftigten und insbesondere Selbständigen droht hingegen Home-Office, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder sogar langfristig die Pleite ihres Unternehmens.

Das eigene Autos verstaubt plötzlich vor der Haustür, belastet aber (bis auf die Benzinkosten) das Haushaltsbudget weiter. Keine tägliche Fahrt mehr zur Arbeit. Keine Ausflüge in`s Freizeitbad in die Oper oder die Disco.

Versicherung, Steuer und der gerne verdrängte Wertverlust nagen auch in Corona-Zeiten am Haushaltsbudget.
Gut, wenn man dann kein eigenes Auto besitzt und dementsprechend keine Fixkosten anfallen. Aber was ist, wenn das öffentliche Leben wieder “hochfährt”?

CarSharing-Nutzerinnen genießen genau diese Flexibilität und Kostenvorteile und erhalten sich trotzdem jederzeitigen Zugriff auf ein Auto. Unterschied: Sie zahlen (bis auf einen kleinen Monatsbeitrag ab 2,50 €) nur für`s Auto, wenn Sie auch fahren. In Coronazeiten erfahrungsgemäß deutlich weniger als sonst. Und auch nach (fernem) Ende der Corona-Einschränkungen: Die Arbeitswelt hat Home-Office und Video-Konferenzen kennengelernt. Fachleute vermuten, die Arbeitswelt wird einen Großteil dieser Erfahrungen mit in den zukünftigen Arbeitsalltag nehmen.

Wäre es dann nicht sinnvoll das eigene Auto mit seinen hohen Fixkosten zur Disposition zu stellen? Autoexperten rechnen vielfach aus, dass ein eigenes Auto gegenüber der Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel wie Fahrrad, ÖPNV und CarSharing mehrere hundert € pro Monat helfen kann einzusparen. Geld, dass über viele Jahre in die eigene zusätzliche Altersvororge gesteckt eine beträchtliche Zusatzrente ergeben kann.
Rechenbeispiel:
25 Jahre vor Beginn der Rente wird das eigene Auto verkauft. Der Erlös (5.000 €) und die monatliche Nettoersparnis (250,- € nach Abzug der monatlichen Kosten für die “neuen” Verkehrsmittel) wird je zur Hälfte in einen weltweit streuenden Aktienfonds angelegt. Also 2.500 € aus dem Verkauf des Autos und 125,- € aus der monatlichen Ersparnis der Unterhaltskosten für das eigene Auto.
Ergebnis: Zu Rentenbeginn kann ein Kapital in Höhe von knapp 86.000 € erwartet werden. Daraus wiederum kann bis zum 100. Lebensjahr eine Zusatzrente in Höhe von monatlich knapp 339,- € monatlich ausbezahlt werden. Die jährliche Inflation ist dabei schon berücksichtigt.

Und die andere Hälfte der Ersparnisse: Die können “verjubelt” werden für das was wir in Corona-Zeiten so vermisst haben. Feiern mit Freunden, Urlaub, Konzertbesuche etc. Allemal spaßiger als die Zeit im Stau zu verbringen.

Was meinen Sie? Wäre es Ihnen die finanzielle Ersparnis wert vom eigenen Auto  auf andere Verkehrsmittel “umzusatteln”, die noch dazu umweltfreundlicher sind? Kämen Sie überhaupt mit öff. Verkehrsmitteln oder dem (E-) Bike in akzeptabler Zeit zu Ihrem Arbeitsplatz? Denken Sie oder Ihre Chefin jetzt tatsächlich darüber nach mehr vom Home-Office aus zu arbeiten? Schreiben Sie Ihre Ansichten gerne in die Kommentare.

Admin - 14:35:44 @ Allgemein, Finanzen | Kommentar hinzufügen



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