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KONSUM-DSCHUNGEL

shopping-978876_640Was hat Konsum mit Finanzen und Versicherungen zu tun? Hier werden Sie sicherlich nicht die neuesten Tipps für Unterhaltungs- elektronik, Reiseziele, Mode etc. finden.

In meiner Beratungspraxis - insbesondere zur Altersvorsorge - treffe ich in drei von vier Fällen auf die Situation, dass die bestehenden Rentenanwartschaften nicht reichen die sog. Rentenlücke - die Lücke zwischen zu erwartender Rente und der gewünschten Gesamtrente, bzw. dem aktuellen Nettoeinkommen - zu schliessen.

Bei dem Bemühen zusätzlich für die Altersrente vorzusorgen stösst man leider schnell an die Grenzen seines Girokontos. Es bleibt neben den monatlichen Ausgaben oft leider kein Geld übrig, das zusätzlich für`s Alter oder andere kurz- bis mittelfristige Ziele zurückgelegt werden kann.

Wenn auch schon die anstrengungslosen Möglichkeiten im “Alltags-Dschungel” ausgeschöpft wurden, kann man mit der Senkung seiner gegenwärtigen Konsumausgaben sich und meistens auch der Umwelt etwas Gutes tun. Denn jeder Artikel, der nicht (neu) gekauft wird, macht Geld frei, das für`s Alter oder andere finanzielle Ziele investiert werden kann. Gleichzeitig befeuert man mit planvollerem Konsum den Energieverbrauch weniger.

Unabhängig von den persönlichen Sparzielen lautet die goldene Regel: “Mehr verdienen als ausgeben”. Das beugt der Verschuldung vor und entspannt die Seele.

Mehr verdienen ist mangels Zeit und Qualifikation nicht jedem möglich. Auf der Ausgabenseite sind bei planvoller Herangehensweise aber für jeden Menschen durch wohlüberlegtes Vorgehen Einsparungen möglich, die für eine auskömmliche Rente, ein “Sabbatical” oder mindestens für die “eiserne Reserve” zurückgelegt werden können. Die Minderung des Konsums führt meist gleichzeitig auch dazu den eigenen “ökologischen Fußabdruck” zu verringern. Damit ist gemeint, dass geringerer Konsum meist auch mit einer Minderung der selbstverursachten Umweltbelastung einher geht. Jedes Paar Schuhe, dass nicht für 3x Tragen gekauft wird, muss auch nicht energieverbrauchend hergestellt werden.

In der Folge führe ich nach und nach einige (teilweise selbst erprobte) Maßnahmen auf, die auf lange Sicht zu Ausgaben- minderungen und meist auch zu weniger Umweltbelastung führt.

1. Überblick über die Einnahmen und Ausgaben gewinnen:
Es ist enorm wichtig erst einmal sozusagen “Inventur” zu machen. Wieviel Geld kommt rein, wieviel Geld geht (wofür) raus? Das klassische Haushaltsbuch erfährt hier wieder eine Renaissance. Im Zeitalter von Internet und Smartphones immer häufiger digital und bequem zu nutzen. Am besten einmal 2-3 Monate hintereinander Buch führen und Sie werden sich wundern wo - oft unbemerkt - das Geld bleibt. Bewusstmachung ist der erste Schritt zur Gewohnheitsänderung.

2. Entrümpeln-Verkaufen-Verschenken
Laut einer Untersuchung im Auftrag von “Ebay”, befinden sich in deutschen Kellern und auf deutschen Dachböden Gegenstände im Verkaufswert von rund 3.000 € pro Haushalt. Also auch bei Ihnen? 3.000 € in einem weltweit anlegenden Investmentfonds angelegt führt nach 20 Jahren zu einem Guthaben nach Steuern und inkl. Berücksichtigung der Inflation in Höhe von 8.400,- €. (Link zur Berechnung)
Folgendes Vorgehen ist empfehlenswert um mehr Platz und vielleicht ein einmaliges Zusatzeinkommen zu generieren: Geruhsam Schrank für Schrank, Regal für Regal durchforsten und entscheiden was
a) sofort aussortiert wird
b) getestet wird. Bspw. Kleidung: Wenn ich es die nächsten drei Monate (die nächste passende Jahreszeit) nicht anziehe, kommt es weg, andernfalls behalte ich es.
c) behalten wird, weil es gerne und/oder oft benutzt bzw. angezogen wird.

3. Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit...
und Ihre (finanzielle) Freiheit. Oder: Wie aus 5,- € (täglich) über 500.000 € werden.

Dies soll kein Beitrag über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens werden. Dies ist heutzutage allen Menschen bekannt. Aber auch interessante finanzielle Überlegungen lassen sich anstellen, wenn man sich überlegt was mit dem eingesparten Geld für Zigaretten nach der erfolgreichen Entwöhnung erreicht werden kann.

Nehmen wir einmal an, ein 25-jährige Raucher verbraucht eine Packung pro Tag. Der Einfachheit halber nehmen wir an, die Packung koste 5,- €. Er gibt also 5,- € pro Tag aus um sich sehr “effektiv” kränker und konditionsschwächer zu machen ;-) Pro Jahr ”verduften” also (5 X 365,- €) 1.825,- € in den blauen Dunst. Wir runden ab auf 1.800,- € = glatte 150,- € monatlich. Der gute Mann hat noch 42 Jahre bis zum (aktuellen) gesetzlichen Renteneintritt. Und hier wird die Sache wegen des Zinseszinseffektes interessant. Wenn er sein Zigarettengeld konsequent jeden Monat anspart, hat er mit Renteneintritt ohne Zinsen bereits 75.600,- € Guthaben aus eigener Kraft geschaffen. Die lange Laufzeit ist wie geschaffen für eine monatliche Anlage von 150,- € in kostengünstige ETF`s. (Indexfonds). Diese haben in der Vergangenheit durchschnittlich mit 7% pro Jahr rentiert. Diese Rendite- Annahme für die nächsten 42 Jahre zugrundegelegt ist der Zinseszinseffekt das reinste Doping für den (jungen) Sparer. Erstaunliche 296.000,- € ergeben sich zusätzlich durch den Zinseszinseffekt über die 42 Jahre. Natürlich ist in 42 Jahren inflationsbedingt das Geld nicht mehr so viel wert wie heute. Deshalb gehen wir von 1,5% Inflation pro Jahr aus und senken deshalb gleich die Renditeerwartung auf 5,5%. Nun erhalten wir “nur noch” knapp 173.000 € Gewinn. Und das Gesamtvermögen beträgt demzufolge gut 248.000,- €. Link zur Berechnung Die Besteuerung des Vermögens wird erst bei Auflösung des Guthabens von Bedeutung sein, also wenn sich der ehemalige Raucher bspw. zum Rentenbeginn einen Entnahmeplan erstellt. Da er jetzt schon lange nicht mehr raucht, dürfte auch seine Lebenserwartung höher sein. Das hat zur Folge, dass das Vermögen länger reichen muss. Wir nehmen an, der gute Mann wird glatte 100 Jahre alt und möchte seinen Hinterbliebenen nichts vererben, sondern nur genug Geld hinterlassen um eine würdige Beerdigung und Trauerfeier gestalten zu lassen. Wir gehen der Einfachheit von 10.000,- € hierfür aus. 238.000 € werden also über 33 Jahre “verlebt”. Inflationsbereinigt (wieder Annahme von 1,5%) kann sich der Ex-Raucher monatlich 690,- € auszahlen lassen - unterstellt das Geld wird in einem intelligenten Mix mit 3% Mischzins angelegt. Link zur Berechnung Die 150,- € monatlich für den Zigarettenkonsum legt er als Rentner nicht mehr für später an, sondern verbraucht sie und wir erhöhen deshalb seine Zusatzrente fiktiv um diesen Betrag auf 840,- €. Durch die weitere Verzinsung des verbleibenden Kapitals bis zum Alter 100 werden noch einmal 143.000 € Zinsen erwirtschaftet. Zusammengefasst erwirtschaftet der ehemalige Raucher durch seine Willensanstrengung in jungen Jahren ein Gesamtvermögen bis zum Lebensende in Höhe von 75.600 € (eigene Einzahlungen) plus 296.000 € (Renditegewinn) plus
143.000 (Zinsen in der Rentenphase) =
514.600.- €. Provokant zusammengefasst: Wären alle Bundesbürger NichtraucherRinnen hätte Deutschland kein Problem mit Altersarmut.

Nicht zu vergessen: Als Nichtraucher spart er auch bei Lebensversicherungen und manchen Berufsunfähigkeitsversicherungen, da diese Versicherungen für Raucher wesentlich teurer sind.

Natürlich beinhalten finanzielle Berechnungen über einen so langen Zeitraum viele Annahmen, die so garantiert nicht eintreffen werden. Aber eine weitere Motivationshilfe auf dem Weg zum Nichtraucher und die Vorteile des langfristigen Sparens können sie vielleicht für den einen oder die andere sein.

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